HowTo: BlazeDS/FDS-Tomcat Installation auf Linux

5. Juni 2008 – 17:46

Einleitung

In diesem HowTo möchte ich euch zeigen wie man den BlazeDS/FDS-Tomcat auf einem Linuxsystem installiert. Für unser Projekt radioSiTY haben diese Server auf einem SuSE Linux 9.3 aufgesetzt, jedoch dürften fast alle Schritte auch auf einer anderen Distribution laufen.

Was brauchen wir:

Installation und Systemanpassungen

Ich habe mich bei dem JDK für das *.rpm.bin Package entschieden. Um das JDK zu installieren sind zwei Schritte notwendig. Zuerst mit ’sh‘ das Skript ausführen.

sh jdk1.6.0_06-rpm.bin

Den Lizenztext mit ‚yes‘ bestätigen.

Danach einfach mit dem Programm ‚rpm‘ das Packgage installieren.

rpm -i jdk1.6.0_06-linux.rpm

Das JDK wurde nun in /usr/java/j2sdk1.4.0/ installiert.

Beide Server brauchen noch die Angabe wo das JDK und die JRE liegt(Classpath). Diese Angaben macht man mit ‚export‘. Da standartmäßig diese Variablen nach einem Neustart wieder auf default zurückgesetzt werden, ist es ganz praktisch diese in der ‚profile.local‘ anzulegen. Diese Datei wird beim Anmelden am System aufgerufen. Weiterhin ist zu erwähnen das die beiden Server nicht parallel mit einem anderen Webserver laufen. Da bei vielen Servern der Apache vorinstalliert ist muss dieser natürlich auch vorher noch gestoppt werden. Dies erledigen wir ebenfalls gleich mit in der ‚profile.local‘. Die Datei könnte dann so aussehen:

### CHANGES TO RUN FDS-TOMCAT/BLAZEDS  ###
echo
echo Changes made to run fds-tomcat. view conf under /etc/profile.local

export JRE_HOME=/usr/java/jdk1.6.0_06/jre
echo JRE_HOME now @ $JRE_HOME
export JAVA_HOME=/usr/java/jdk1.6.0_06/
echo JAVA_HOME now @ $JAVA_HOME
echo
echo must shutdown the apache otherwise fds-tomcat/blazeds would not run!
rcapache2 stop
echo

Hier muss ich sagen das der Befehl ‚rcapache2 stop‘ und alle anderen rc’s nur unter SuSE funktionieren. Unter anderen Distributionen kann man dies aber wie folgt tun:

/etc/init.d/apache2 stop

Alternativ hat man natürlich eh die Möglichkeit Apache beim Systemstart gar nicht erst zu starten indem man die runlevel-confs bearbeitet. Dort könnte man auch einstellen das der BlazeDS/FDS-Tomcat beim Booten gestartet wird.

Installation und Konfiguration der Server

Nun den BlazeDS/FDS-Tomcat in ein beliebiges Verzeichnis mit ‚unzip‘ entpacken. Zum Beispiel so:

unzip fds-tomcat.zip /home/fds

Jetzt sind wir schon fast am Ziel. Was noch fehlt ist, das wir die Skripte die die Server starten/stoppen, mit ‚chmod‘ ausführbar machen. Bei BlazeDS muss ausserdem das Skript was die Datenbank startet ausführbar gemacht werden.

BlazeDS:

chmod + x blazeds/sampledb/startdb.sh

chmod + x blazeds/tomcat/bin/catalina.sh

chmod + x blazeds/tomcat/bin/shutdown.sh

FDS-Tomcat:

chmod + x fds-tomcat/bin/catalina.sh

chmod + x fds-tomcat/tomcat/bin/shutdown.sh

Jetzt kommt der große Moment 😀

Zum Starten des FDS-Tomcat’s ruft ihr folgenden Befehl auf:

sh catalina.sh run

Das Starten des BlazeDS erfolgt analog dazu, jedoch muss man erst die Datenbank starten:

sh startdb.sh

Ob alles geklappt seht ihr am Ende der Ausgabe wenn angezeigt wird, wie lange der Server zum booten gebraucht hat. Ausserdem könnt ihr jetzt im Browser die jeweilige Startseite betrachten. http://localhost:8600/ für den FDS-Tomcat und http://localhost:8400/ für den BlazeDS.

fds_start

Für die Arbeit mit den beiden Server haben wir noch auf das praktische ’screen‘ Tool zurückgegriffen. Das ermöglicht zum Einen das der Prozess in den Hindergrund geschoben wird. Somit kann man die Putty-Sitzung beenden und der Server bleibt gestarten. Zum Anderen kann man mit [STRG+A]+C einen neuen Screen erzeugen indem man dann andere Sachen machen kann. Mit STRG+A kann man dann zwischen den einzelnen Fenstern wechseln.

Conclusion

Da beim Starten der Output relativ schnell von statten geht und die Server zu meist auch starten wenn es zu einer Exception kam, ist es ganz sinnvoll bei Problemen sich die Logfiles anzuschauen. Diese findet man im Ordner /logs. Entscheident ist dort die catalina.*.log und die localhost.*.log Datei.

Falls ihr beim Starten einen Fehler bekommt das die VM nicht genug Speicher allozieren konnte, habt ihr ein mehr oder minder großes Problem :-/. Dieses Problem hatten wir ebenfalls, da wir lediglich einen vServer mit 512MB FlexRam hatten. Das Problem mit dem Starten ansich lässt sich leicht umgehen. Dazu müsste ihr einfach in der ‚catalina.sh‘ relativ am Anfang den Wert von 512MB auf zum Beispiel 128MB setzten. Das eigentliche Problem ist aber damit nicht gelöst, da zum einem der Server langsamer läuft und auch keiner Dauerbelastung stand hält. Wir können da ein Lied von singen 😀

Das heißt als einzige Alternative würde nur ein vServer/RootServer mit mindestens 1GB Ram in Frage kommen. Zumindest haben wir keine andere Lösung gefunden.

Bei Fragen, Kritik und Anregungen könnt ihr mir gerne eine Mail oder ein Kommentar schreiben. Auch an distributionsspezifischen Änderungen wäre ich interessiert 😉

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